Simon Diezi
und die Gemeinde Thal suchen nach Wohnungen für Flüchtlinge
Jacqueline Streule (49) von Heilraum in Walzenhausen. Streule macht auch ab und an Hausbesuche und Vorträge in Heiden und
Umgebung. Sie ist Mutter von drei Kindern. ⋌z.V.g.
Diese Woche stellt sich Jacqueline Streule von Heilraum Jacqueline Streule in Walzenhausen in der Rubrik «Die Chefin» vor.
Was wollten Sie als Kind werden? Und gibt es heute noch einen Bezug zu diesem einstigen Traumberuf?
Als Kind habe ich nicht darüber nachgedacht, was ich mal werden möchte. Erst in der Oberstufe, durch die Berufswahl, kam der Wunsch. Ich wollte Hochbauzeichnerin lernen. Das war leider nicht möglich, da ich die Realschule besuchte. Heute zeichne ich keine Häuser, sondern gelegentlich Karten.
Warum sind Sie gut in dem, was Sie tagtäglich tun?
Weil ich meine Arbeit mit und für Menschen liebe.
Was treibt Sie morgens an,
aufzustehen und loszulegen – auch wenn’s mal schwerfällt?
Mich zu erinnern, welche Begegnungen mich erwarten. Aber auch die Vorfreude auf ein feines Essen treibt mich an.
Gab es einen entscheidenden Moment oder eine Person, die Sie auf den Weg zum Unternehmer gebracht hat?
Ja, das ist meine Schwägerin Rosmarie Fehr, sie leitet ihre Naturheilpraxis in Arbon. Bei ihr durfte ich viele Jahre arbeiten und Erfahrungen sammeln. Zuerst im administrativen Bereich, danach im therapeutischen Bereich. Deshalb einen grossen Dank an sie!
Wie würden Sie Ihre Rolle als Chef in einem Satz beschreiben – ganz ehrlich?
Ich bin meine eigene Chefin, deshalb – ganz ehrlich – kann ich es nicht beschreiben, sondern bin sehr Dankbar dafür.
Was war die bislang grösste Herausforderung Ihrer unternehmerischen Laufbahn? Und was haben Sie daraus gelernt?
Das ist noch gar nicht so lange
her – ein paar Tage. Mir drohte der Entzug meiner Praxisbewilligung. Also stellte ich einen Antrag auf
eine unbefristete Bewilligung,
holte mir wichtige Referenzpersonen und reichte diesen ein. Vor
ein paar Tagen bekam ich dann die erfreuliche Nachricht, dass ich nun eine unbefristete Praxisbewilligung habe.
Die «Krönung» an allem ist, dass die Bewilligungsvoraussetzungen jetzt angepasst werden. Das bedeutet, dass alle Berufskolleginnen und -kollegen mit dem entsprechenden Diplom die Bewilligung erhalten können. Das war eine riesige Erleichterung und Erfolg. Dranbleiben, vernetzten, hinstehen – es lohnt sich!
Was ist in Ihren Augen die beste Werbung für Ihr Unternehmen?
Die Weiterempfehlung von Mund-zu-Mund.
Wann haben Sie zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht? Und was war es?
Genau jetzt! Ich beantworte zum ersten Mal Fragen für eine Zeitung, welche veröffentlicht werden.
Ein Schlagwort der heutigen Zeit ist «Work-Life-Balance». Was bedeutet dies für Sie?
Dass ich mir auch im Arbeitsalltag immer wieder kurze Momente
gönne, um tief durchzuatmen, die Natur bewusst wahrzunehmen oder kleine Drei-Sekunden-Pausen zwischen zwei Handlung zu machen. Und, dass ich mir ganz bewusst Zeit mit Freunden und Familie einplane.
Welche Redewendung hatte Einfluss auf Ihr Leben und inspiriert Sie noch heute?
«Du bist, was du isst» Was, wie, wo und mit wem wir essen, hat einen grossen Einfluss auf unsere Verdauung. Natürlich gibt es noch viele weitere Faktoren, die sie beeinflusst. Mit einfachen Tipps und Tricks aus der Ayurveda-Ernährung gelingt es mir, meine sensible Verdauung schnell wieder in Balance zu bringen.
Welchen Unternehmer/Inhaber wollen Sie für die nächste Ausgabe in einer Woche nominieren?
Sandra Gloor von Kraftwege in
Heiden.
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