Alexandra Musnig
wurde in die Kirchenvorsteherschaft Thal-Lutzenberg gewählt
Asylzentrum Landegg
Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge ist gesunken. Um Kosten zu sparen, schliesst der Trägerverein Integrationsprojekte St.Gallen (TISG) das Asylzentrum Landegg. 45 Jugendliche müssen nach Uzwil umziehen.
Eggersriet Ab Herbst 2025 schliesst der Trägerverein Integrationsprojekte St.Gallen (TISG) das Flüchtlingszentrum Landegg in Eggersriet. Rund 45 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ziehen dann ins Zentrum Marienfried nach Uzwil. Das teilte der Trägerverein in einer Mitteilung mit. Grund für den Umzug sind sinkende Flüchtlingszahlen im Bereich von unbegleiteten Jugendlichen und das Ziel, die Gemeinde finanziell zu entlasten. Durch die Zusammenlegung der Zentren kann der Trägerverein rund drei Millionen Franken einsparen.
Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden ist in den letzten Monaten deutlich gesunken, teilt der TISG weiter mit. Ende 2023 betreute der Trägerverein noch 250 Jugendliche, aktuell sind es 130. Diese Entwicklung mache die Zusammenlegung von Strukturen daher sinnvoll.
Mit der Zusammenlegung will der TISG seine Ressourcen effizienter einsetzen. Leere Betten sollen vermieden, personelle Synergien genutzt werden. Gleichzeitig versichert der Trägerverein, dass bei der Integration und Begleitung der Jugendlichen nicht gespart werde. In Marienfried und weiteren Standorten in Nesslau und Ebnat-Kappel seien professionelle Angebote für Betreuung und Schulung vorhanden. Der Fokus liege auf Deutsch- und Mathematikunterricht sowie der Vorbereitung auf ein eigenständiges Leben.
Die Arbeitsverträge der Mitarbeitenden in Landegg laufen bis Ende November 2025. Für möglichst viele Beschäftigte werden Anschlusslösungen in anderen Bereichen des TISG geprüft – insbesondere im Zentrum Marienfried sowie im geplanten Zentrum Auboden im Neckertal, heisst es in der Mitteilung weiter. In den kommenden Wochen führt der TISG Gespräche mit den Betroffenen.
Ende Jahr eröffnet der TISG das Zentrum Auboden im Neckertal. Dort sollen Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht werden, die derzeit noch in Thal wohnen. Die Marienburg in Thal wird anschliessend geschlossen. Auch Familien mit Bleiberecht sollen im Auboden eine Unterkunft finden.
Sollte sich die Flüchtlingslage verändern, schliesst der TISG eine Wiedereröffnung der Landegg nicht aus. Für den Herbst 2025 rechnet er aber mit freien Kapazitäten, vor allem
in Marienfried. Der Bund prognostiziert zudem mittelfristig wieder steigende Zuweisungszahlen.
mw/pd
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