Simon Diezi
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Der Tübacher Gemeindepräsident Michael Götte ist als OK-Präsident massgeblich dafür verantwortlich, dass das Nordostschweizer Schwingfest erstmals seit 75 Jahren wieder in der Stadt St.Gallen stattfindet.
Erstmals seit 75 Jahren findet das Nordostschweizer Schwingfest (NOS) wieder in der Stadt St.Gallen statt – und zwar am Sonntag, 29. Juni. Massgeblich mitverantwortlich für die Organisation ist der Tübacher Gemeindepräsident und Nationalrat Michael Götte. Als OK-Präsident prägt er den Anlass von Beginn an entscheidend mit und meistert die politisch-sportliche Dreifachbelastung.
Tübach/St.Gallen Mit dem Schwingsport ist Michael Götte schon länger verbunden: Von 2016 bis 2021 leitete er die Bewerbungskommission für das Eidgenössische Schwingfest in St.Gallen – der Zuschlag dafür erfolgte damals allerdings nicht. Im Jahr 2028 amtete er als OK-Präsident des Kantonalen Schwingfests in Tübach, das über 5'000 Zuschauerinnen und Zuschauer anzog.
Seit rund vier Jahren ist er nun auch als OK-Präsident für das NOS im Einsatz. Dieses findet am kommenden Sonntag, erstmals seit 1950, wieder in St.Gallen statt.
Der Anlass ist einer der Höhepunkte im Schwingerkalender. Rund 160 Athleten treten in fünf Sägemehlringen gegeneinander an – auf dem Gründenmoos, wo noch vor wenigen Wochen die besten Springreiter beim CSIO ihre Runden drehten. Dass dieser traditionsreiche Sportanlass nach 75 Jahren nun wieder in der Stadt St.Gallen durchgeführt wird, erfüllt Michael Götte mit grosser Freude: «Ich finde es mega cool, dass wir den Schwingsport mitten in die Stadt bringen und dass er in einem urbanen Umfeld und nicht wie viele andere Schwingfeste in ländlicher Umgebung stattfindet.»
Die Bewerbung für das NOS sei gemäss Götte bereits vor über drei Jahren eingereicht worden und bereits kurz darauf habe man die Zusage bekommen. Seither ist viel passiert: unzählige Sitzungen, umfassende Koordinationsarbeit und so manche Herausforderung prägten die Vorbereitung. Besonders die Rekrutierung von Helferinnen und Helfern erwies sich als anspruchsvoll. Doch wie hat der Gemeindepräsident, Nationalrat und nun auch Schwingfest-Organisator das alles unter einen Hut gebracht? «Ich sage immer: Tagsüber Gemeindepräsident, abends Nationalrat – und dazwischen noch ein bisschen OK-Präsident. Nein im Ernst: Es war intensiv, aber wenn man für etwas brennt, findet man auch die Energie und Zeit dafür», erklärt er lächelnd. Und dass das Amt als Gemeindepräsident bei allem oberste Priorität habe, sei für ihn sowieso klar.
Dass das NOS 2025 ausgerechnet am selben Wochenende wie das St.Galler Openair stattfindet, liess sich nicht vermeiden – der letzte Juni-Sonntag ist gemäss Kalender des Eidgenössischen Schwingerverbands fix gesetzt. Doch die anfänglichen Bedenken, die Terminüberschneidung könne die Helfersuche erschweren, haben sich gemäss Götte nicht bestätigt. Im Gegenteil: «Gerade im Bereich öffentlicher Verkehr und Verkehrslenkung können wir wertvolle Synergien mit dem Openair nutzen.»
Astrid Nakhostin
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