Alexandra Musnig
wurde in die Kirchenvorsteherschaft Thal-Lutzenberg gewählt
So könnte es im Gebiet Hohrein aussehen. z.V.g
Von Astrid Nakhostin
Abstimmung Bei den Abstimmungen am Sonntag fiel in der Region besonders das kantonale Verkehrsprojekt rund um die geplante Kantonsstrasse zum See. ins Gewicht. Dieses Vorhaben erhielt in den Gemeinden rund um Rorschach die nötige Unterstützung an der Urne.
In der Stadt Rorschach votierten 59,7 Prozent für das Strassenprojekt, in Tübach waren es sogar 75 Prozent. Auch in Rorschacherberg, Goldach und Steinach fand die Vorlage die notwendige Mehrheit. Damit sendet die Region ein klares Signal: Das seit Jahren politisch diskutierte Projekt wird von der Bevölkerung aktiv unterstützt.
Ziel der neuen Verbindung ist es, den Verkehr zwischen der Autobahn A1 und dem Bodenseeufer besser zu bündeln. Heute führen viele Fahrzeuge noch durch dicht besiedelte Quartiere, was Staus, Lärm und Umweltbelastungen in den Ortszentren verursacht. Mit der Kantonsstrasse sollen Durchgangsströme gezielt geleitet und die Dorfzentren entlastet werden, um die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner zu erhöhen.
Erfreut über das Ergebnis zeigte sich Tübachs Gemeindepräsident und Nationalrat Michael Götte.
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«Unsere Region stand geschlossen hinter der Kantonsstrasse zum See und dem Autobahnanschluss Witen. Damit haben wir gezeigt, dass wir bereit sind, unsere raumplanerischen Herausforderungen gemeinsam anzupacken.» Weiter meinte Götte, er freue sich, dass sich die Mehrheit des Stimmvolks im ganzen Kanton mit der Region hier solidarisiert hat.
Auch Goldachs Gemeindepräsident Dominik Gemperli bezeichnete das Ja an der Urne «zu einem Jahrhundertprojekt» auf Facebook als «grossartigen Erfolg für die Region». Projektgegner Noam Leiser, Präsident der SP Kanton St.Gallen, äusserte sich nicht allzu erstaunt über das Abstimmungsergebnis: «Mir war von Anfang an klar, dass es eine schwierige Abstimmung werden würde. Dass das Resultat so knapp ausgefallen ist, zeigt aber auch, dass viele Menschen dem Projekt kritisch gegenüberstanden. Deshalb war es wichtig, gewisse Punkte nochmals genauer zu hinterfragen.» Dennoch gälte es jetzt, den demokratischen Entscheid der Bevölkerung zu respektieren, ergänzt Leiser.
Mit dem Abstimmungsresultat kann der Kanton nun die nächsten Planungsschritte umsetzen. Dazu gehören unter anderem detaillierte Verkehrsstudien, Umweltverträglichkeitsprüfungen sowie die Vorbereitung der Ausschreibungen für den Bau. Die Umsetzung des Projekts wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Die Stimmberechtigten von Goldach haben dem Baukredit für den geplanten Energieverbund zugestimmt. Mit dem positiven Entscheid erhält das Projekt grünes Licht für die Umsetzung und einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigeren Energieversorgung der Gemeinde. Der Energieverbund sieht vor, erneuerbare Wärme aus dem Wasser des Bodensees zu gewinnen. Mithilfe von Wärmepumpen soll die Energie genutzt und über ein Fernwärmenetz an Haushalte sowie Betriebe verteilt werden. Dadurch können fossile Heizsysteme schrittweise ersetzt und der CO₂-Ausstoss deutlich reduziert werden.
Gemeinderat und Projektverantwortliche sprechen von einem langfristigen Infrastrukturprojekt mit strategischer Bedeutung für die Gemeinde. Neben ökologischen Vorteilen soll der Energieverbund auch zur Versorgungssicherheit beitragen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern sowie internationalen Energiemärkten verringern. Mit der Zustimmung zum Baukredit sind nun die Voraussetzungen geschaffen, um die nächsten Planungsschritte und den Aufbau der Infrastruktur in Angriff zu nehmen. Der Energieverbund gilt damit als zentrales Element der zukünftigen Energie- und Klimastrategie der Gemeinde.
Bei den eidgenössischen Vorlagen folgten die Gemeinden rund um den Bodensee weitgehend dem Schweizer Gesamtergebnis. In allen genannten Gemeinden zeigte sich ein vergleichbares Muster: Zustimmung zur Individualbesteuerung sowie zum Gegenvorschlag zur Bargeldinitiative, während die SRG- und Klimafonds-Initiative klar verworfen wurden.
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