Simon Diezi
und die Gemeinde Thal suchen nach Wohnungen für Flüchtlinge
Die Schweiz verzeichnet als einziges Land Europas einen deutlichen Anstieg der Verkehrstoten. Innerhalb von fünf Jahren stieg die Zahl der Opfer um 34 Prozent.
Schweiz Die Zahl der Verkehrstoten in der Schweiz ist in den letzten fünf Jahren um 34 Prozent gestiegen. Das teilt die Beratungsstelle für Unfallvehütung (BFU) am Dienstag mit. Laut dem Bericht «Ranking EU Progress on Road Safety» des European Transport Safety Council ist das die schlechteste Entwicklung in Europa. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der Verkehrstoten im europäischen Durchschnitt um zwölf Prozent. Auch im Zehnjahresvergleich liegt die Schweiz im Rückstand: plus 2,9 Prozent gegenüber einem Minus von 17 Prozent im EU-Schnitt. Noch zählen die Schweizer Strassen zu den sichersten Europas, doch das Land fällt im Ranking deutlich zurück, heisst es in der Mitteilung der BFU weiter.
Die BFU fordert eine konsequentere Verkehrssicherheitspolitik. «Die Verkehrssicherheit ist kein Selbstläufer», sagt Mario Cavegn, Bereichsleiter Strassenverkehr der BFU. Ohne politischen Willen bleibe das Ziel des Bundesamts für Strassen, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 auf 100 zu senken, unerreichbar. 2024 starben 250 Menschen auf Schweizer Strassen.
Als hinderlich gelten politische Entscheide wie die Senkung des Mindestalters für Motorradfahrende oder der Verzicht auf ein Helmobligatorium für Kinder. Laut BFU braucht es ein verbindliches nationales Ziel und einen Aktionsplan nach internationalem Vorbild. Dieser soll sichere Strassen, Fahrzeuge und Geschwindigkeiten fördern sowie Prävention und Kontrollen stärken.
mw/pd
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