Simon Diezi
und die Gemeinde Thal suchen nach Wohnungen für Flüchtlinge
Der Infernoball in Rorschacherberg gehört der Vergangenheit an. Ausschlaggebend dafür sind die nachlassende Nachfrage, ein verändertes Konsumverhalten und der grosse Aufwand an Freiwilligenarbeit.
Rorschacherberg Fans des in der Region bekannten und beliebten Infernoballs müssen jetzt stark sein: Der Fasnachtsevent wird künftig nicht mehr stattfinden. Das teilt Jan Brühlmann, Präsident der Räblüüs, mit.
Bereits seit einiger Zeit blickten die Verantwortlichen mit gemischten Gefühlen auf den Anlass. Schon 2020 entschied der Verein «Räblüüs», der für die Organisation des Infernoballs verantwortlich ist, aufgrund von Mitgliederschwund, nicht mehr zu musizieren – auch nicht am Infernoball. An der Hauptversammlung Ende Oktober fiel dann der endgültige Entscheid: Die Ausgabe des Infernoballs im Februar 2025 war die letzte. «Der Entscheid ist uns allen extrem schwer gefallen», so Brühlmann.
Vor der Corona-Pandemie war der Infernoball stets ausverkauft. «Seither sieht die Realität jedoch anders aus», so Brühlmann. Weniger Nachfrage und vor allem ein stark verändertes Konsumverhalten hätten dazu geführt, dass der letzte Infernoball in verkleinerter Form durchgeführt wurde. Es sei zwar eine fröhliche und ausgelassene Party gewesen – das reichte jedoch nicht. «Leider konnten die Einsparungen durch die reduzierte Grösse nicht mit dem erneuten Rückgang der Konsumation mithalten, wodurch zum zweiten Mal in Folge eine negative Bilanz resultierte», so Brühlmann weiter.
Angesichts des hohen Aufwands an Freiwilligenarbeit, der wenigen Mitglieder, der sinkenden Zahl an Helferinnen und Helfern sowie der fehlenden Aussicht auf wesentliche Verbesserungen fehlt dem Vereindie Perspektive für eine nachhaltige Zukunft der Veranstaltung. «Trotz viel Erfahrung in der Organisation wird die Durchführung eines solchen Anlasses durch externe Auflagen und stetig steigende Einkaufspreise für Laien immer schwieriger», ergänzt Brühlmann. Der Verein kam deshalb zum Schluss, dass der Infernoball nicht mehr dem Zeitgeist entspreche und eine Weiterführung nicht im Interesse des Vereins sei.
Obwohl die «Räblüüs» das Aus des Infernoballs bekanntgeben, lassen sie sich einen kleinen Türspalt offen. Der Verein wird weiterhin bestehen – und damit bleiben auch Motivation, Strukturen und Ressourcen vorhanden, um möglicher-weise «kleinere Brötchen zu backen». «Gut möglich also, dassdie Räblüüs zu gegebener Zeit wieder von sich hören lassen», sagt der Präsident der «Räblüüs».
Fürs Erste bedanken sich die Mit-glieder der «Räblüüs» bei den treuen Sponsoren, Lieferanten sowie Helferinnen und Helfern, die den Infernoball von Beginn an mit grossem Engagement unterstützt haben.
Von Marino Walser
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