Heute arbeiten Sie als Arbeiter, wie auch Geschäftsführer. Was denken Sie, wäre aus Ihnen geworden, hätten Sie einen anderen Weg eingeschlagen?
Während meiner Grundausbildung als Bauzeichner wollte ich in Richtung Ingenieurbau gehen. Die mehrheitliche Büroarbeit «verleidete» mir jedoch recht schnell. Ich spürte das Verlangen, am Abend das Ergebnis meiner Arbeit visuell zu sehen. So beschloss ich nach den vier Jahren Lehre noch die Zusatzlehre als Strassenbauer zu machen. Anschliessend habe ich mich stetig weitergebildet und diverse Schulen absolviert. Auch nach fast 30 Jahren habe ich noch sehr viel Freude an meinem Beruf.
Nennen Sie einige Gründe, wie Sie an die jetzige Stelle gekommen sind und weshalb Ihnen diese Freude bereitet.
In der Baubranche hier in der Region kennt man sich und irgendwie über «7 Ecken» kam ich hier her. Die Selbstständigkeit fehlte mir noch in meinem Lebenslauf. Obwohl ich schon länger die Gedanken dazu hatte, fehlte dann schlussendlich doch der Mut. Mit der Gelegenheit gleich eine ganze Firma zu übernehmen, änderte sich das dann. Mit Freude stehe ich jeden Morgen auf, denn jeder Tag bringt neue Herausforderung mit sich, an denen wir wachsen und die uns reich an Erfahrung machen.
Beschreiben Sie sich selbst in maximal drei Sätzen als Chef.
Ein ruhiges, kollegiales Arbeitsklima fördert die Leistung und Qualität. Ich probiere dies stets zu fördern.
Welche Eigenschaften Ihrer Angestellten bezeichnen Sie als besonders wertvoll?
Kollegial, loyal, hilfsbereit, pünktlich, zuverlässig.
Herrscht bei Ihnen im Betrieb eine Duzis-Kultur?
Ja, natürlich.
Was zeichnet Ihr Unternehmen als guten Arbeitgeber aus?
Ich als Chef mache jede Arbeit, die im Betrieb anfällt, wie meine Angestellten und ich erwarte dies auch von ihnen. Jeder für jeden. Wir verbringen so viel Zeit zusammen, da ist ein «mitenand» das A und O.
Was hebt Ihr Unternehmen von der Konkurrenz ab?
Ich versuche mich nicht an termingebundene Projekte zu binden. Natürlich geht das nicht immer, aber so haben wir immer genug Luft für wirkliche Notfälle und können sehr schnell Hilfe leisten. Egal ob für das ASTRA, Kanton, Gemeinden oder Private Personen, wir sind für alle erreichbar.
Empfinden Sie die momentane Wirtschaftslage als negativ für Ihr Unternehmen?
Negativ nicht, jedoch muss man immer am Ball bleiben und das vorhandene Netzwerk pflegen.
Welche Vision haben Sie für Ihr Unternehmen?
Weiterhin saubere, qualitativ gute Arbeiten zu einem fairen Preis anbieten zu können. Nicht unbedingt grösser, aber stärker werden.
Was war die grösste Herausforderung, welche Sie im Rahmen Ihrer jetzigen Tätigkeit meistern mussten?
Schauen, dass meine Familie nicht zu kurz kommt.
Welches war bisher das schönste Erlebnis während Ihrer jetzigen Tätigkeit?
Wenn der Kunde zufrieden ist.
Was bringt Ihnen wirkliche Erholung?
Zeit mit meiner Familie verbringen, auch mal alleine zu sein und gemütliche Stunden mit Freunden.
Worüber haben Sie sich zuletzt gestritten und weshalb?
Streit? Kann ich mich nicht mehr erinnern. Es gibt natürlich ernste Gespräche, die aber Enden, wenn es geklärt ist. Ungeklärtes behindert die Arbeit!
Mit wem würden Sie gerne im Lift steckenbleiben und warum?
Mit meiner Familie mit der Hoffnung, dass es in diesem Lift kein Handynetz gibt. [lacht]
Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ich bin gerade an einem Projekt dran, das hoffentlich Früchte tragen wird. Darüber kann ich aber leider noch keine Details bekannt geben. Es ist jedoch auf einem sehr guten Weg.
Gallusser AG
Strassen- und Tiefbau
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